Demonstranten attackieren britische Botschaft
Baku, den 3. April (AZERTAG). Sie warfen Steine und selbstgebaute Sprengsätze. Hunderte Demonstranten haben in Buenos Aires die britische Botschaft angegriffen. Anlass war der 30. Jahrestag des Beginns des Falkland-Kriegs. Argentiniens Präsidentin Kirchner bekräftigte erneut ihren Hoheitsanspruch auf die Inselgruppe.
Die Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien wegen der Falkland-Inseln wachsen seit Monaten, nun führten sie am 30. Jahrestag des Beginns des Falkland-Kriegs zu heftigen Ausschreitungen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Mehrere hundert Demonstranten linker Gruppen attackierten am Montag die britische Botschaft. Sie warfen Steine, selbstgebaute Sprengsätze und brennende Flaschen auf die Vertretung. Bilder zeigten zudem Männer, die britische Flaggen und eine Puppe verbrannten, die angeblich dem britischen Prinzen William nachempfunden war.
Die Polizei antwortete auf die Krawalle mit Gummigeschossen, Tränengas-Salven und Wasserwerfern. Erst durch den Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen konnten die Beamten die gewalttätigen Ausschreitungen schließlich auflösen, wie Fernsehbilder aus Argentinien zeigen.
Das britische Außenministerium verurteilte die Krawalle, wie die Zeitung „The Guardian“ berichtete. Im Vorfeld des 30. Jahrestags des Falkland-Kriegs hatte sich der Konflikt zwischen Argentinien und Großbritannien verschärft.
Argentinien erhebt nach wie vor Anspruch auf die Inseln vor der südamerikanischen Küste, die seit 1833 britisch sind. Buenos Aires begründet seinen Anspruch mit der Rechtsnachfolge einer spanischen Herrschaft über die „Malvinas“ aus dem Jahr 1811.
Vor 30 Jahren hatten beide Länder einen Krieg um die Inseln geführt. Für die Angreifer aus Südamerika endete der Feldzug in einem militärischen Desaster. Die argentinische Militärdiktatur forderte damals mit der Besetzung der überwiegend von britischen Einwanderern bewohnten Insel die Großmachtgefühle des britischen Empires heraus.
Zwei Monate später, am 14. Juni 1982, war der blutige Konflikt entschieden. Die britische Flagge wehte wieder über der Hauptstadt Stanley. Fast 1000 Menschen kamen bei dem Krieg ums Leben. Streit gibt es auch um britische Ölbohrungen vor der Küste der Inseln und um die Fischbestände.