Japan Airlines bestellt neue Flugzeuge
Baku, 24. Juli, AZERTAC
Japan Airlines hat 20 Airbus A350-900 und elf A321 Neo bestellt, wie der Airbus-Chef Christian Scherer auf der Farnborough International Airshow mitteilte.
Mit diesem Auftrag werden die im März angekündigten Pläne zum Kauf von 21 Großraumflugzeugen des Typs A350-900 und elf Schmalrumpfflugzeugen des Typs A321 Neo durch Japan Airlines im Wesentlichen bestätigt.
Die geschätzten Listenpreise für 20 A350-900 beziffern laut "Cirium Ascend" auf rund 2,3 Milliarden Dollar (rund 2,1 Milliarden Euro), während elf A321 Neo rund 710 Millionen Dollar kosten.
Japan Airlines gehört zu den 787-Kunden (und -Betreibern) früher Stunde. Der erste Auftrag der japanischen Fluggesellschaft über 23 787-8 datiert auf 2005. Über die Jahre hat Japan Airlines in mehreren Losen 31 787-8 und 22 787-9 bei Boeing bestellt, zuletzt 2018. Nun legt die Airline nach.
Boeing und Japan Airlines gaben auf der Farnborough Airshow nahe London einen Festauftrag über zehn 787-9 plus Optionen auf zehn weitere Maschinen des Typs bekannt.
Japan Airlines hatte im März größere Flotteninvestitionen angekündigt, die neben den zehn 787-9 auch Flugzeuge von Airbus einschließen.
Der Airbus-Teil des Auftrags ist seit Dienstag fix. Japan Airlines bestellt weitere 20 A350-900 und elf A321neo, teilte Airbus am Rande der Messe mit.
Alle A350-900 aus dem Bestelllos gehen in den Interkontverkehr - das ist keine Selbstverständlichkeit. Japan Airlines verfügt aktuell zwar schon über 15 A350-900, setzt die Teilflotte aber im Inlandsnetz ein. A350-Interkontziele bedient Japan Airlines derzeit allein mit der größeren A350-1000.
Japan Airlines erwartet die Auslieferungen der neuen 787-9 und A350-900 laut einer Mitteilung "ab dem Geschäftsjahr 2027 über sechs Jahre verteilt". Ein Jahr später setzen Auslieferungen von elf A321neo ein - Japan Airlines hat am Dienstag zum ersten Mal Flugzeuge der A320neo-Serie bestellt.
Unterdessen überzeugte der weltgrößte Flugzeugbauer die britische Airline Virgin Atlantic vom Kauf von sieben A330neo.
Ersatz für ausgebrannte A350-900 - Die kurzfristige Lieferung einer A350-900 in Inlandskonfiguration mit 369 Sitzen an Japan Airlines hat Airbus bereits im April im Auftragsbuch erfasst.
Hierbei handelt es sich um ein Ersatzflugzeug. Japan Airlines hatte am 2. Januar 2024 eine A350-900 bei einem Unfall am Flughafen Tokio-Haneda verloren: Flug 516 aus Neu-Chitose kollidierte bei der Landung mit einer DHC 8-300 der japanischen Küstenwache.
Die Crew konnte alle Inasssen - 367 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder - rechtzeitig in Sicherheit bringen, die erst zwei Jahre alte JA13HJ brannte anschließend vollständig aus - Flug 516 ist der erste Totalverlust einer A350. An Bord der Maschinen der Küstenwache starben bei dem Unfall fünf der sechs Insassen.