Mindestens 17 Maoisten bei Gefechten getötet
Baku, den 30. Juni (AZERTAG). Bei Kämpfen in Zentralindien haben Sicherheitskräfte mehr als 17 maoistischen Rebellen getötet. Sie lieferten sich stundenlange Gefechte. Der blutige Konflikt um die Verteilung des Landes hat bereits Hunderte Menschenleben gefordert.
Bei Auseinandersetzungen im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh haben Sicherheitskräfte mindestens 17 bewaffnete Maoisten getötet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, starben die Rebellen im Distrikt Bijapur. Außerdem seien sechs Angehörige der paramilitärischen Bundespolizei den mehrstündigen Kämpfen in der Nacht verletzt worden.
Die Schießerei ereignete sich demnach in einer Urwaldregion knapp 300 Kilometer südlich von Raipur, der Hauptstadt von Chhattisgarh. In dem Bundesstaat hatten Maoisten im Mai sechs Polizisten und einen Zivilisten erschossen.
Wie AZERTAG unter Berufung auf ausländische Presseberichte meldet, seien im Nachbardistrikt Sukma zwei Rebellen ums Leben gekommen. Fünf weitere wären gefangen genommen worden.
Die Maoisten kämpfen nach eigener Aussage für die Rechte der armen Landbevölkerung. Sie sind in mehr als einem Drittel der 626 indischen Distrikte aktiv. Seit 1967 kämpfen die linksgerichteten Maoisten in den armen Urwaldregionen vor allem im Osten und im Norden Indiens gegen die Staatsmacht. Es geht vorwiegend um die Verteilung des Landes.
Bereits Dutzende Menschen kamen bei Gefechten ums Leben. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation South Asia Terrorism Portal fielen dem Konflikt seit 2005 landesweit mehr als 5700 Menschen zum Opfer. Immer wieder werden auch Polizisten und Soldaten durch am Straßenrand versteckte Sprengfallen getötet.