Mindestens sieben Tote bei Lawine auf Bergsteiger-Basislager im Himalaja
Baku, 4. November, AZERTAC
Bei einer Lawine auf ein Basecamp für Bergsteiger im Himalaja sind am Montag mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei den Toten handele es sich um fünf ausländische Bergsteiger und zwei einheimische Guides, hieß es von der Polizei. Die Schneemassen hätten eine Gruppe von zwölf Personen am 5630 Meter hohen Berg Yalung Ri in Nepal getroffen.
Die Rettungsarbeiten wurden von schlechten Wetterbedingungen im nepalesischen Distrikt Dolakha behindert. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) sollte nach Polizeiangaben ein Helikopter nahe der Unglücksstelle landen.
Wenige Stunden vor der Lawine hatte die nepalesische Tourismusbehörde bereits bekannt gegeben, dass zwei Bergsteiger aus Italien am 6887 Meter hohen Panbari vermisst wurden, nachdem sie auf dem Weg zum Gipfel eingeschneit worden waren.
Mehr als tausend Touristen gerettet - Der Zyklon “Montha” hatte bereits in der vergangenen Woche in ganz Nepal heftige Regen- und Schneefälle ausgelöst. Auf beliebten Trekkingrouten im Himalaja saßen deshalb zahlreiche Menschen fest. Nach Angaben des Verbandes der Trekkingveranstalter Nepals mussten seit dem vergangenen Dienstag mehr als tausend Touristen gerettet werden. Die Einsätze der Rettungshubschrauber seien wegen schlechter Sichtverhältnisse sehr schwierig gewesen, sagte der Verbandsvorsitzende Sagar Pandey.
In Nepal befinden sich acht der zehn höchsten Berge der Welt, darunter der Mount Everest. Die Gipfel ziehen jedes Jahr hunderte Bergsteiger an. Die Bergsteigersaison im Herbst ist dabei weniger beliebt als das Frühjahr, weil die Tage kürzer und kälter werden und starke Schneefälle drohen.
Am Wochenende sind bereits bei einem Lawinenunglück in Südtirol nach Angaben der italienischen Bergwacht fünf deutsche Bergsteiger ums Leben gekommen. Die Urlauber seien beim Aufstieg zur mehr als 3.500 Meter hohen Vertainspitze im Ortlergebirge von der Schneelawine erfasst worden.