Nordkorea umgeht Embargo für Luxusgüter
Baku, den 18. Mai (AZERTAG). Die nordkoreanische Bevölkerung lebt in Armut, aber die Führung des abgeschotteten kommunistischen Landes lässt es sich gutgehen. Laut einem vertraulichen Uno-Bericht verschafft sich Pjöngjang trotz eines Embargos immer wieder Luxusgüter. Sehr beliebt sind Limousinen von Mercedes-Benz.
Die Tanzschuhe waren von feinster Qualität, hergestellt in den USA, Ladenpreis pro Paar: rund 200 Dollar. Die Ware sollte nach Nordkorea gehen, Kontrolleure konnten die Lieferung in das streng abgeschottete Land abfangen - dennoch gelingt es der kommunistischen Führung in Pjöngjang immer wieder, ein Embargo der Vereinten Nationen für Luxusgüter zu umgehen. So steht es laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters in dem Entwurf für einen vertraulichen Uno-Bericht.
Die Luxusgüter werden demnach auf dem Seeweg durch Strohmänner von China nach Nordkorea geschmuggelt. Zuletzt seien unter anderem gebrauchte Mercedes-Benz-Limousinen, große Mengen Tabak und mehrere Flaschen Reiswein in Nordkorea angekommen. Pjöngjang habe in der Vergangenheit aber auch Tausende Computer sowie Kosmetika im Wert von Tausenden Dollar erhalten, berichteten japanische Regierungsvertreter den Uno-Experten. Zwischen 2008 und 2010 habe es fünf registrierte Verstöße gegen das Embargo gegeben.
In dem Entwurf des Uno-Berichts heißt es laut dem Reuters-Bericht unter Berufung auf internationale Nordkorea-Besucher, dass in der Hauptstadt Pjöngjang Luxuslimousinen in den Straßen zu sehen seien. Auch gebe es teure Alkoholika und Kosmetika - Originale und Fälschungen - zu kaufen. Dies deute darauf hin, dass das Embargo “die Versorgung der politischen Elite sowie der wachsenden Mittelschicht in Pjöngjang noch nicht effektiv unterbunden” habe.
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