UN-Generalsekretär schaltet sich in Gaza-Konflikt ein
Baku, den 19. November (AZERTAG). UN-Generalsekretär Ban Ki-moon will sich persönlich in den Gaza-Konflikt einschalten. Bei seiner Reise in die Region werde er sich für ein Ende der Gewalt einsetzen und zu den Bemühungen, das zu erreichen, beitragen, erklärte Ban nach Angaben eines UN-Sprechers vom Sonntag in New York.
Der Südkoreaner forderte die im Konflikt stehenden Seiten zu einer umgehenden Waffenruhe auf. Die beiden Konfliktparteien sollten mit Ägypten als Vermittler zusammenzuarbeiten. Jede weitere Eskalation der Lage werde unausweichlich das Leiden der betroffenen Zivilisten erhöhen und müsse vermieden werden. Ban wird am Montag zu Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo erwartet.
Die israelischen Streitkräfte bombardierten unterdessen weiter Ziele im Gazastreifen. Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira berichtete am frühen Montagmorgen, die israelische Luftwaffe und Kriegsmarine hätten ihre Angriffe in der Nacht fortgesetzt. Die Zahl der palästinensischen Todesopfer seit Beginn des Konflikts hat sich palästinensischen Angaben zufolge auf mehr als 90 erhöht. Auf der israelischen Seite kamen bis Sonntagabend drei Menschen ums Leben.
Parallel gingen internationale Bemühungen um eine Waffenruhe weiter.
Außenminister Guido Westerwelle telefonierte am Sonntag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Er will noch heute den deutschen Presseberichten zufolge nach Israel reisen.
Netanjahu forderte vor einer Waffenruhe im Gazastreifen. „Erst einmal müssen die Raketenangriffe aufhören, und dann können wir über den Rest reden“, sagte er nach einem Treffen mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius, der sich um eine Waffenruhe bemüht.
Fabius, der sich auch mit dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman traf, sagte in Jerusalem: „Wir müssen die Bedingungen für eine Waffenruhe schaffen. Wir müssen einen Krieg in Gaza verhindern.“