Wenn die Roboter unsere Städte aufräumen
Baku, den 13. April (AZERTAG). Immer mehr Menschen leben in Städten: Forscher suchen daher dringend nach intelligenten Lösungen für die Zukunft der Metropolen. Viele Hoffnungen ruhen auf neuen Automaten.
Weniger Energie verbrauchen, Kranke besser betreuen, Verkehr steuern - die Ziele für eine „Intelligente Stadt“ sind vielfältig. Mehr als die Hälfte der Menschen weltweit lebt inzwischen in Städten, Tendenz steigend.
Mit dem Konzept der „Smart City“ soll darauf, aber auch auf den Klimawandel und andere Herausforderungen, reagiert werden. Es umfasst etliche Bereiche: Information und Kommunikation, Mobilität und Energie, aber auch Sicherheit, Verwaltung und Gesundheit.
Meist geht es vor allem um Vernetzung und Effizienz - etwa darum, Patienten schneller zu versorgen, Staus zu vermeiden, Verwaltungsvorgänge zu reduzieren. An drei Beispielen führen zwei irische Forscher im Journal „Science“ auf, welches Potenzial in dem Bereich schlummert.
Es existierten zum Beispiel schon viele technologische Grundlagen für eigenständig arbeitende Roboter, schreiben Michael O'Grady und Gregory O'Hare vom University College Dublin.
„Schmutzroboter“ navigieren per GPS-Das europäische Dustbot-Projekt habe gezeigt, dass Roboter in urbaner Umgebung autark Müll sammeln können. Die „Schmutzroboter“ navigieren per GPS, sie sollen telefonisch bestellt werden können und den aufgesammelten Unrat eigenständig zur Deponie bringen.
Ein weiterer Ansatz sei das Filtern und Personalisieren von Daten. In Museen und bei Ausstellungen zum Beispiel würden derzeit noch generalisierte, für alle Besucher gleiche Informationen geboten.
Mit einem personalisierten Ratgeber lasse sich das ändern, schreiben O'Grady und O'Hare. Zudem ließen sich Empfehlungen für Veranstaltungen per Smartphone vermitteln - orientiert an den kulturellen Interessen des Gastes.
Drittens führen die „Science“-Autoren die Betreuung von Demenzpatienten an. Ein Symptom der Krankheit ist, dass die Betroffenen viel umherlaufen - mit der Gefahr, die Orientierung zu verlieren und sich zu verlaufen.