Erste Amerikanerin im Weltall ist tot
Baku, den 24. Juli (AZERTAG). Es war der größte Spaß im Leben, den sie je hatte: der Flug mit der Raumfähre „Challenger“ ins Weltall. Sally Ride flog als erste Amerikanerin zu den Sternen. Nun ist sie im Alter von 61 Jahren gestorben.
Vor 29 Jahren war Sally Ride an Bord der „Challenger“ als erste Frau der USA ins Weltall geflogen. „Was ich von diesem Flug am meisten in Erinnerung habe, ist, dass es Spaß gemacht hat“, wird Ride auf der Webseite ihres Unternehmens Sally Ride Science zitiert. „Ich glaube, das war wirklich der größte Spaß, den ich in meinem Leben je hatte.“
Zuvor hatte sie sich gemeinsam mit 8000 anderen Menschen auf eine Zeitungsanzeige beworben, mit der die US-Raumfahrtbehörde Nasa Astronauten suchte. 35 wurden ausgewählt, darunter sechs Frauen.
Die Astronautin ist in Kalifornien aufgewachsen und besuchte die Stanford University, an der sie Physik und Englisch studierte. Im Jahr 1978 ging sie zur Nasa. 1984, ein Jahr nach ihrem ersten Flug ins Weltall, durfte sie noch einmal an einer Mission teilnehmen. Wenige Jahre später zog sich Ride aus der Arbeit für die US-Raumfahrtbehörde Nasa zurück und arbeitete unter anderem als Professorin an der Universität von San Diego. 2001 gründete sie ihr Unternehmen Sally Ride Science, das Lehrmaterialen für Kinder über das Weltall anbietet. Präsident Barack Obama bezeichnete sie als Nationalheldin.
Sally Ride hat mit Anmut und Professionalität Grenzen durchbrochen und das Gesicht des amerikanischen Raumfahrtprogramms verändert, sagte Nasa-Chef und früherer Astronaut Charles Bolden. „Unser Land hat eine seiner besten Führungspersönlichkeiten, Lehrerinnen und Forscherinnen verloren. Sally Ride wird uns fehlen, aber ihr Stern wird immer hell leuchten.“
Am Montag starb Sally Ride im Alter von 61 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs, teilte das von ihr gegründete Unternehmen Sally Ride Science in San Diego mit. 17 Monate hatte sie gegen die Krankheit gekämpft.