Flugzeugunglück in Istanbul: 3 Tote und 180 Verletzte
Baku, 6. Februar, AZERTAC
In Istanbul hat die Staatsanwaltschaft wegen des Flugzeugunglücks mit drei Toten auf dem Flughafen Sabiha Gökcen Ermittlungen gegen die zwei verletzten Piloten eingeleitet. Der Vorwurf lautet demnach "fahrlässige Tötung und Verletzung von mehr als einer Person", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Einer der Piloten sei bei dem Vorfall leicht, der andere schwer verletzt worden, hieß es. Sie würden nach Abschluss ihrer Behandlung als Verdächtige befragt.
Die Maschine des türkischen Billigfliegers Pegasus aus Izmir war am Mittwochabend bei der Landung von der Piste abgekommen und auseinandergebrochen. Drei Menschen kamen offiziellen Angaben zufolge ums Leben, 180 weitere wurden verletzt.
Das Flugzeug habe bei dem Unglück "eine harte Landung" hingelegt und sei dann ins Gelände gerutscht, sagte Transportminister Mehmet Cahit Turhan. Gouverneur Yerlikaya sagte, die Maschine sei am Boden zunächst 50 bis 60 Meter weit geschlittert und dann aus 30 bis 40 Metern Höhe in tieferliegendes Gelände gekracht. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, zerbrach das Flugzeug in drei Teile.
Die Hintergründe des Unfalls sind noch unklar. Der Geschäftsführer der Airline, Mehmet Tevfik Nane, sagte: "Solche Vorfälle geschehen nicht nur aus einem Grund, sondern aus einer Kombination mehrerer Faktoren." Der Flugschreiber werde nun untersucht, sagte er. Die Maschinen der Fluggesellschaft seien "mit einem Durchschnittsalter von 5,3 Jahren technisch hochzuverlässige, junge Flugzeuge".
Anadolu zufolge werden auch Mitarbeiter des Flughafens befragt. Zudem werde untersucht, ob die Landebahn für die Landung geeignet war, ob es vor dem Unglück einen Schaden am Flugzeug gab und unter welchen Wetterbedingungen die Maschine gelandet war. Am Mittwochabend war es in Istanbul stürmisch und regnerisch.