Hongkong bereitet sich auf den Supertaifun Ragasa vor
Baku, 23. September, AZERTAC
Es soll der weltweit stärkste tropische Taifun in diesem Jahr sein: Hongkong bereitete sich auf den Supertaifun Ragasa vor und schloss Schulen, Verkehrsbetriebe und einige Geschäfte. Bis zum frühen Donnerstag sollen zudem die meisten Passagierflüge – etwa 700 – ausgesetzt werden.
Laut der nationalen Wetterbehörde, Hong Kong Observatory, nähert sich Ragasa mit Orkanböen von bis zu 220 Kilometern pro Stunde der Küste der südlichen Nachbarprovinz Guangdong in China.
Die Taifunwarnstufe liegt aktuell bei acht (T8), das bedeutet, dass Sturm- bzw. Orkangefahr bei Windgeschwindigkeiten von mindestens 63 Kilometern pro Stunde besteht. Es ist die dritthöchste Warnstufe des Hongkonger-Taifun-Warnsystems. Die Behörde will am späten Dienstag oder frühen Mittwoch prüfen, ob sie eine höhere Warnung herausgeben muss.
Nach Angaben des Hong Kong Observatory ist am Mittwoch in Hongkong mit Stürmen in Orkanstärke vor der Küste und in den Höhenlagen zu rechnen. Zudem werde erwartet, dass heftige Regenfälle in der dicht besiedelten Stadt zu einer erheblichen Sturm- und Flutwelle führen werden.
Anstieg des Meeresspiegels um etwa zwei Meter - Die Wetterbehörde warnte außerdem vor einem Anstieg des Meeresspiegels, der dem Taifun Hato im Jahr 2017 und dem Taifun Mangkhut im Jahr 2018 ähneln würde. Beide hatten Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Der Wasserstand wird laut Behörde in den Küstengebieten Hongkongs um etwa zwei Meter ansteigen, und der maximale Wasserstand könnte in einigen Gebieten zwischen vier und fünf Meter erreichen.

Die Hongkonger Wetterbehörde forderte Bewohnerinnen und Bewohner auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Die lokalen Behörden verteilten am Montag Sandsäcke, Fenster und Glastüren wurden mit Klebeband abgeklebt, damit die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Häuser in den niedrig gelegenen Gebieten schützen konnten.
In den Supermärkten bildeten sich lange Schlangen. Milch und Fleisch waren ausverkauft, und die Preise für Gemüse auf den Frischwarenmärkten verdreifachten sich, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.
Die Börse in Hongkong bleibt allerdings geöffnet. Sie änderte Ende vergangenen Jahres ihre Politik und setzt den Handel nun unabhängig vom Wetter fort.