Japanische Regierung lässt Chinesen hinrichten
Baku, 26. Dezember, AZERTAC
16 Jahre nach einem Vierfachmord in Japan hat die Regierung den Chinesen Wei Wei hinrichten lassen. Das habe sie nach "reiflicher Überlegung" angeordnet, sagte Justizministerin Masako Mori vor Journalisten.
Es ist die erste Hinrichtung eines Ausländer, die seit 2007 bekannt wurde. Seitdem veröffentlicht die Regierung die Identität der Hingerichteten. "Es ist ein extrem grausamer und brutaler Fall", sagte Mori. Die Familie sei aus "wahrlich eigennützigen Gründen" umgebracht worden.
Wei war als Sprachschüler in Japan. Zwei Komplizen und er raubten im Jahr 2003 das Haus der Familie in Fukuoka im Südwesten Japans aus. Sie erwürgten den Mann, ertränkten dessen Frau in einer Badewanne und erwürgten und ersticken die beiden Kinder. Die Leichen warfen sie ins Meer.
Wei hatte sich schuldig bekannt, aber behauptet, nicht der Haupttäter gewesen zu sein. Die zwei anderen Männer waren nach der Tat nach China geflohen, wo einer der beiden 2005 hingerichtet wurde. Der Zweite sitzt laut der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press eine lebenslange Haftstrafe ab.
Hundert im Todestrakt - In Japan befinden sich mehr als hundert Menschen in der Todeszelle. Das Land vollstreckt als eine der letzten Industrienationen noch die Todesstrafe. Trotz internationaler Kritik ist die Zustimmung dafür in der japanischen Bevölkerung hoch.
Im vergangenen Jahr wurden in dem asiatischen Land 15 Menschen exekutiert, alles Japaner. Die Justiz lässt die zur Todesstrafe verurteilten Menschen hängen. Davon erfahren sie erst am Morgen ihrer Hinrichtung.