Peugeot-Konzern rutscht tief in die roten Zahlen
Baku, den 25. Juli (AZERTAG). PSA Peugeot Citroën hat katastrophale Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt und einen riesigen Verlust eingefahren. Richtig gut sieht es hingegen beim deutschen Konkurrenten Daimler aus.
Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën steckt tief in den roten Zahlen. Einbrechende Verkäufe sorgten im ersten Halbjahr für einen Verlust von 819 Millionen Euro. Dieser fiel höher aus als erwartet.
PSA kündigte ein Sparprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis 2015 an. Im ersten Halbjahr 2011 hatte Europas zweitgrößter Autobauer noch schwarze Zahlen in Höhe von 806 Millionen Euro geschrieben.
PSA kämpft stark mit der Konjunkturschwäche wegen der Schuldenkrise in Südeuropa, wo PSA traditionell einen Großteil seiner Geschäfte macht. PSA steht in der Kritik der linken Regierung in Paris wegen des geplanten Abbaus mehrerer tausend Arbeitsplätze.
Daimler verbucht erneut hohen Gewinn-Deutlich besser sieht es bei Daimler aus. Der Autobauer hat im zweiten Quartal zwar einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht, dieser ist aber immer noch sehr beachtlich. Der operative Gewinn lag in den Monaten April bis Juni bei 2,243 Milliarden Euro.
Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn vor Steuern und Zinsen noch bei 2,581 Milliarden Euro gelegen. Der Umsatz stieg in den Frühjahrsmonaten um zehn Prozent auf 28,9 Milliarden Euro, der Absatz um acht Prozent auf 570.300 Fahrzeuge.
Damit schnitt der Stuttgarter Konzern, der als erster deutsche Autobauer seine Zahlen für das zweite Quartal auf den Tisch legt, besser ab als von Analysten erwartet. Daimler bekräftigte nach der ersten Geschäftsjahreshälfte seine bisherige Prognose und rechnet trotz der Eintrübung der Konjunktur weiterhin „mit einem Ergebnis aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres“. 2011 hatten die Schwaben operativ knapp neun Milliarden Euro verdient.
Konzernchef Dieter Zetsche äußerte sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf: „Trotz der angekündigten hohen Aufwendungen für neue Produkte und Technologien war unser Unternehmen wieder sehr profitabel.“ Die unsichere Konjunktur beobachtet der vom Export abhängige Konzern aber sehr genau, „in beinahe allen Regionen“ sei die Wirtschaftslage von Risiken geprägt. Die Absatzmärkte seien volatil.
Federn lassen musste Daimler vor allem in seinen beiden Kernsparten. Obwohl die Stuttgarter im zweiten Quartal vier Prozent mehr Pkw verkauften, schrumpfte die operative Marge binnen Jahresfrist deutlich auf 8,6 von 10,7 Prozent. Auch bei Lkw schmolz die Rendite auf 6,4 von 7,3 Prozent, obwohl der Absatz um ein Drittel zulegte.