Schlimmste Dürren in Simbabwe: Menschen und Tierwelt bedroht Trockenheit
Baku, 24. Oktober, AZERTAC
Innerhalb von vier Wochen sind in Simbabwe mindestens 55 Elefanten gestorben. Die Tiere seien durch Wassermangel und Hunger verendet, sagte der Sprecher der simbabwischen Nationalparks, Tinashe Farawo.
Im Hwange-Nationalpark, dem größten Wildreservat Simbabwes, sind die Auswirkungen der Trockenheit besonders verheerend. Ein Problem ist aber auch die zuletzt gewachsene Population. Der Park sei für 15.000 Elefanten ausgelegt, beherberge aber mehr als 50.000 der Tiere, sagte Farawo. Das Wasser sei knapp: "Wir warten verzweifelt auf Regen."
Die Vereinten Nationen warnten zugleich vor dramatischen Folgen der Dürre für die Bevölkerung. Nach Schätzungen der Uno dürften im Krisenstaat Simbabwe mehr als 5,5 Millionen Menschen zum Jahreswechsel keinen Zugang zu genügend Nahrungsmitteln mehr haben. Schon jetzt gelte das für mehr als 3,5 Millionen Menschen. Zu den Gründen gehören unter anderem die Folgen des Zyklons "Idai", der zur Erntezeit Teile von Simbabwe, Mosambik und Malawi verwüstete.
Probleme gibt es aber auch durch hungrige und durstige Elefanten. Immer wieder kommt es vor, dass die Tiere auf der Suche nach Nahrung die Grenzen der Parks überschreiten und in Siedlungen gelangen. In den vergangenen fünf Jahren sind laut Farawo 200 Menschen bei solchen Vorfällen ums Leben gekommen und mindestens 7000 Hektar Land zerstört worden.
Simbabwe und eine Reihe weiterer afrikanischer Länder setzen sich für die Lockerung eines weltweiten Elfenbeinhandelsverbots ein, um die Zahl der Tiere und das Risiko für die enschen und ihre Ernte zu verringern.