UN-Habitat: WUF13 fördert globale Kooperationen zur Lösung der Wohnungsfrage
Baku, 17. Mai, AZERTAC
Mit der Eröffnung der 13. Sitzung des Weltstädteforums in Baku rücken die globale Wohnraumkrise, Klimaschocks und bewaffnete Konflikte in den Mittelpunkt internationaler Debatten.
Wie auf der offiziellen UN-Website berichtet wird, findet das von UN-Habitat gemeinsam mit Aserbaidschan organisierte Forum vom 17. bis 22. Mai statt. Erwartet werden Staats- und Regierungschefs, Bürgermeister, Stadtplaner sowie Vertreter internationaler Organisationen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft.
Das Forum steht unter dem Motto „ Wohnraum für alle: sichere und nachhaltige Städte und Siedlungen“. Nach UN-Angaben leben weltweit rund 2,8 Milliarden Menschen unter unzureichenden Wohnbedingungen, mehr als 300 Millionen Menschen sind obdachlos. Bis 2050 sollen fast 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben.
Die Exekutivdirektorin von UN-Habitat, Anacláudia Rossbach, bezeichnete die Lage als globale Wohnraumkrise. Steigende Lebenshaltungskosten, Konflikte und unterbrochene Lieferketten verschärften die Situation zusätzlich.
Im Mittelpunkt der Beratungen stehen unter anderem informelle Siedlungen, Wiederaufbau nach Konflikten, klimaresistente Stadtentwicklung sowie nachhaltige Finanzierung von Wohnraumprojekten. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben derzeit rund 1,1 Milliarden Menschen in Slums.
Zudem warnen Experten vor den Folgen der Klimakrise für den Wohnungssektor. Extremwetterereignisse hätten allein 2023 mehr als 20 Millionen Menschen vertrieben. Gleichzeitig verursache der Bausektor rund 34 Prozent der energiebedingten CO₂-Emissionen weltweit.
Das 2001 von der UN-Generalversammlung gegründete World Urban Forum gilt als wichtigste internationale Plattform für nachhaltige Urbanisierung und die Zukunft der Städte. Für das diesjährige Forum in Baku haben sich rund 40.000 Teilnehmer aus 182 Ländern registriert.