China schickt jüngsten Astronauten zur Tiangong-Station
Peking, 1. November, AZERTAC
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurde am 31. Oktober das chinesische Raumschiff Shenzhou-21 mit einer Trägerrakete vom Typ Langer Marsch-2F vom Satellitenstartzentrum Jiuquan in Nordwestchina aus gestartet.
Am 1. November um 4:58 Uhr (Ortszeit) öffnete die Besatzung von Shenzhou-20 die Tür, um Shenzhou-21 zu begrüßen. Dies markierte das siebte „Weltraumtreffen“ und das erste Wiedersehen der beiden Kommandanten seit drei Jahren.
Das Shenzhou-Programm sieht in der Regel drei Astronauten für etwa sechs Monate auf der Station vor, und es gibt einen Trend, erfahrene Astronauten durch jüngere Gesichter zu ersetzen.
Bei diesem Flug erreichten die beiden Astronauten Zhang Hongzhang (39 Jahre) und Wu Fei (32 Jahre), die seit 2020 ausgewählt wurden, zum ersten Mal die Erdumlaufbahn. Sie sind die jüngsten Chinesen, die jemals ins Weltall geflogen sind.
Kommandant Zhang Lu (48 Jahre), der 2022 an der Shenzhou-15-Mission teilnahm, ist der Leiter der Shenzhou-21-Besatzung.
Laut Xinhua wird die Besatzung der Shenzhou-21 die Station Tiangong von der Shenzhou-20 übernehmen, die seit mehr als sechs Monaten auf der Station lebt und arbeitet.
Während der Übergabephase bleiben sechs Astronauten etwa fünf Tage lang gemeinsam auf der Raumstation, um ihre Aufgaben zu erledigen. Anschließend kehrt die Besatzung von Shenzhou-20 zur Erde zurück.
Die Besatzung von Shenzhou-21 wird außerdem von vier schwarzen Mäusen begleitet, den ersten kleinen Säugetieren, die zur chinesischen Raumstation geschickt werden. Sie werden an Fortpflanzungsexperimenten im erdnahen Orbit teilnehmen.
Das Shenzhou-Programm führt derzeit zwei Starts pro Jahr durch und setzt kontinuierlich neue Meilensteine: die Entsendung der 9X-Generation von Astronauten ins All, die Durchführung eines rekordverdächtigen Weltraumausstiegs und die Vorbereitung der Entsendung des ersten ausländischen Astronauten (aus Pakistan) zum Himmelspalast im nächsten Jahr.
Diese raschen Schritte haben Washington beunruhigt, da die USA die Rückkehr von Astronauten zum Mond beschleunigen wollen, bevor China dies tun kann.
Der Wettbewerb findet nicht nur im Weltraum statt, sondern auch auf institutioneller Ebene: Die USA führen das Artemis-Abkommen zur Erforschung des Mondes an, während China und Russland ein Konkurrenzprojekt vorantreiben – die Internationale Mondforschungsstation (ILRS).