Hongkong: Frachtmaschine rutscht über Landebahn ins Meer – zwei Tote
Baku, 20. Oktober, AZERTAC
Auf dem Flughafen der Millionenmetropole Hongkong ist es zu einem tödlichen Flugzeugunglück gekommen. Eine von der türkischen Airline ACT als Frachtmaschine genutzte Boeing 747 kam nachts von der Landebahn ab und schlitterte über die Piste hinaus ins Meer. Örtliche Medien zeigten Bilder des halb versunkenen Flugzeugs mit abgerissenem Heck im Wasser.
Berichten zufolge hatte der mit vier Crewmitgliedern besetzte Jumbo-Jet zuvor ein Fahrzeug auf dem Rollfeld des Flughafens gerammt. Dabei soll es sich um ein Fahrzeug des Sicherheitspersonals am Flughafen gehandelt haben. Durch die Wucht des Zusammenpralls sei es ebenfalls ins Meer geschleudert worden. Die beiden Insassen – zwei Sicherheitskräfte im Alter von 30 und 41 – kamen demnach ums Leben.
Die Crew an Bord der Frachtmaschine sei unverletzt gerettet worden, hieß es. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist bisher unklar.
Der Unfall ereignete sich den Berichten zufolge gegen 3.50 Uhr Ortszeit (21.50 Uhr MESZ). Die Frachtmaschine war in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet. In Hongkong kam sie von der nördlichen Landebahn des Flughafens ab. Diese wurde am Montag zeitweise geschlossen, rund ein Dutzend Frachtflüge wurden annulliert.
Auf den Passagierverkehr am Flughafen von Hongkong – einem wichtigen internationalen Drehkreuz – hatte das Unglück offenbar keine größeren Auswirkungen: Auf der Website des Flughafens wurden zunächst keine nennenswerten Verspätungen oder Ausfälle gezeigt. Inzwischen bestätigte der Flughafen, dass der Passagierbetrieb am Montag nicht beeinträchtigt sei.