In Spanien überlebt 113-Jährige Covid-19-Erkrankung
Baku, 13. Mai, AZERTAC
Als Maria Branyas unlängst über eine Harnwegsinfektion und erhöhte Temperatur klagte, wurde sie von Ärzten untersucht - und positiv auf das Coronavirus getestet. Seit 20 Jahren lebt die Spanierin in einer Seniorenresidenz im nordspanischen Olot. Während mehrere andere Bewohner des Seniorenheims bereits an Covid-19 gestorben sind, gelang es ihr, die Infektion zu besiegen - im stolzen Alter von 113 Jahren.
"Sie hat die Krankheit überwunden, und es geht ihr sehr gut", sagte eine Sprecherin der Einrichtung. Branyas habe sich im vergangenen Monat infiziert, die Krankheit habe aber einen leichten Verlauf genommen. Vor einer Woche sei sie noch einmal getestet und als geheilt eingestuft worden.
Die alte Dame verbrachte mehrere Wochen auf ihrem Zimmer in der Residenz. Nur eine Pflegerin in Schutzkleidung hatte Zutritt, wie der TV-Sender TV3 berichtete. Auf ihre Langlebigkeit angesprochen antwortete Branyas, sie habe eben Glück und verfüge über eine robuste Gesundheit.
"Sie hat Lust, sich mitzuteilen" - Tochter Rosa Moret, die ihre Mutter in den vergangenen Wochen nicht besuchen durfte, sagte TV3, langsam werde ihre Mutter wieder wie vorher. "Sie hat Lust, sich mitzuteilen, sich zu erklären, und sie macht sich ihre Gedanken."
In den vergangenen Jahren wurden in Spanien über Maria Branyas eine Reihe von Artikeln veröffentlicht. Sie kam am 4. März 1907 in den USA zur Welt, wo ihr Vater als Journalist in San Francisco arbeitete.
Lebhafte Erinnerungen hat sie den Medienberichten zufolge an die Rückkehr ihrer Familie während des Ersten Weltkrieges per Atlantikfähre nach Europa. Unter anderem erlebte Branyas die Pandemie der Spanischen Grippe von 1918, den Bürgerkrieg (1936-1939) und die Franco-Diktatur. Sie heiratete 1931 einen Arzt und hat drei Kinder sowie elf Enkel.