Mehr als 60 Tote bei Unwetter in Mexiko
Baku, 14. Oktober, AZERTAC
Die Zahl der Toten bei dem schweren Unwetter in Mexiko steigt weiter. Nachdem die Suchaktionen ausgeweitet wurden, ist sie auf 64 gestiegen. Weitere 65 Menschen würden noch vermisst, sagte Laura Velázquez, die Leiterin des Zivilschutzes.
Wegen Überschwemmungen und Erdrutschen waren rund 260 Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Durch die reißende Strömung angeschwollener Flüsse wurden viele Straßen und Brücken beschädigt. Umgestürzte Bäume und Erdrutsche blockieren etliche Straßen. Zehntausende Menschen müssen wegen umgekippter Strommasten ohne Elektrizität auskommen.
Verantwortlich für die ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage sind unter anderem die tropischen Wirbelstürme „Priscilla“ und „Raymond“ im Pazifik sowie Wetterphänomene im Golf von Mexiko. Laut dem mexikanischen Wetterdienst ist in den kommenden Tagen mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.
Präsidentin Claudia Sheinbaum wurde bei einem Besuch in der großflächig überschwemmten Stadt Poza Rica im östlichen Bundesstaat Veracruz mit Protesten konfrontiert. Die Betroffenen fordern schnellere Hilfe der Behörden. Sheinbaum sagte später in einer Videobotschaft: „Wir wissen, dass es viel Verzweiflung und Besorgnis gibt. Wir werden uns um alle kümmern.“
Besonders schwer betroffen sind die im Zentrum und Osten des Landes gelegenen Bundesstaaten Veracruz, Puebla, Hidalgo, San Luis Potosí und Querétaro. Veracruz zählt bislang 29 Todesfälle und 18 Vermisste, in Hidalgo sind es 21 Todesfälle und 43 Vermisste.