Historiker: Dokumente der Sonderuntersuchungskommission belegen Völkermord von 1918
Baku, 31. März, AZERTAC
Historische Dokumente der von der Demokratischen Republik Aserbaidschan gegründeten Sonderuntersuchungskommission belegen, dass armenische Einheiten 1918 in Baku, Schamachi, Guba, Suscha, Sangesur, Jabrayil, Javanschir und anderen Regionen Massaker an der aserbaidschanischen Bevölkerung verübten.
Die Kommission sammelte zwischen August 1918 und April 1920 Materialien auf 36 Bänden und 3.500 Seiten, darunter Zeugenaussagen nichtmuslimischer Opfer. Allein in Baku wurden vom 30. März bis 1. April 1918 über 12.000 Zivilisten getötet, zahlreiche Gebäude zerstört, darunter das Gebäude „Ismailiyya“, das Taghıyev-Theater und Moscheen wie Tazapir.
In Guba wurden mehr als 4.000 Menschen getötet, 167 Dörfer wurden zerstört. In Schamachi wurden rund 8.023 Menschen getötet; 58 Dörfer fielen den Massakern zum Opfer. Auch in den Kreisen Javanschir, Jabrayil, Schuscha und Sangesur wurden insgesamt 166 Dörfer zerstört, über 30.000 türkisch-muslimische Zivilisten wurden Opfer systematischer Gewalt.
Die Historiker betonen, dass diese Dokumente nicht nur die Ausmaße der Gewalt belegen, sondern auch die gezielte ethnische Säuberung durch armenische Einheiten unter bolschewistischer Flagge. Nach der sowjetischen Besetzung 1920 wurde ein Teil Sangesur den Armeniern zugeteilt, und die demografische Lage in Karabach systematisch verändert, was später zur Schaffung des „Autonomen Gebietes Berg-Karabach“ 1923 führte.
Präsident Ilham Aliyev leitete die Rückeroberung dieser Gebiete im Jahr 2020, wodurch Aserbaidschan seine volle Souveränität über alle Landesgrenzen wiederherstellte.