Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Österreichische Presseagentur APA veröffentlicht Beitrag über Völkermord von Chodschali

Österreichische Presseagentur APA veröffentlicht Beitrag über Völkermord von Chodschali

Wien, 26. Februar, AZERTAC

Auf der Website der Österreichischen Presseagentur (APA) wurde ein Beitrag unter dem Titel "Die Khojaly-Tragödie aus einem neuen Blickwinkel" veröffentlicht.

AZERTAC präsentiert diesen Beitrag in vollem Wortlaut unter Bezugnahme auf APA.

"In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992 führten armenische Streitkräfte unter direkter Beteiligung des 366. motorisierten Infanterieregiments der ehemaligen UdSSR ein blutiges Massaker in der Stadt Khojaly in der aserbaidschanischen Region Berg-Karabach. Infolge des Angriffs wurden 613 Zivilisten getötet, darunter 63 Kinder, 106 Frauen und 70 ältere Menschen. Weitere 1.000 Menschen wurden verwundet und 1.275 Menschen als Geiseln genommen. Bis heute werden 150 Menschen aus Khojaly vermisst. 8 Familien wurden komplett ausgelöscht, 25 Kinder verloren beide Elternteile und 130 Kinder verloren einen ihrer Elternteile.

Die Zivilbevölkerung von Khojaly wurde geschlachtet, weil sie Aserbaidschaner waren. Daher wird dieses Massaker als Völkermord eingestuft und als Beispiel für ethnische Säuberungen charakterisiert.

In einer Erklärung vom 11. März 1992 - nur wenige Wochen nach dem Massaker - brachte das Ministerkomitee des Europarates seine tiefe Besorgnis "über die jüngsten Berichte über wahllose Morde und Verbrechen in Aserbaidschan" zum Ausdruck und verurteilte "die Gewalt und Angriffe gegen die Zivilbevölkerung im Gebiet Berg-Karabach der Republik Aserbaidschan". Bisher haben die Parlamente von mehreren Staaten, darunter Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Tschechische Republik, Pakistan, Mexico, Kolumbien, Indonesien, Jordanien, Peru, Afghanistan, Panama, Honduras, Sudan, Dschibuti, Guatemala das Massaker in Khojaly verurteilt und es als solche anerkannt.

Die Brutalität der Streitkräfte von Armenien bei der Zerstörung der Stadt Khojaly wurden von internationalen Medien dokumentiert ("Nagorno-Karabakh victims buried in Azerbaijani town - Refugees claim hundreds died in Armenian attack" The Washington Post, 28 February 1992, "Armenian soldiers massacre hundreds of fleeing families" The Times, 1 March 1992, "Corpses litter hills in Karabakh" The Times, 2 March 1992, "Massacre by Armenians being reported", The New York Times, 3 March 1992, "Refugees and fresh graves confirm massacre by Armenians - Azeris hunted down and shot in the forest", The Independent, 5 March 1992, "Army leaves Karabakh to its killings" The Guardian, 3 March 1992, etc.). Human Rights Watch beschrieb die Tragödie in Khojaly als „das größte Massaker im Konflikt".

Die volle Verantwortung für den Völkermord in Khojaly trägt die Republik Armenien, dies wurde durch zahlreiche Fakten belegt, darunter Ermittlungsnachweise, Aufzeichnungen, Aussagen von Augenzeugen, internationale Medienberichte und Dokumente zwischenstaatlicher und nichtstaatlicher Organisationen.

Der frühere Präsident Armeniens, Serj Sargsyan, war zum Zeitpunkt des Völkermords in Khojaly im Februar 1992 Oberbefehlshaber der illegalen Streitkräfte in den besetzten aserbaidschanischen Gebieten. Die folgenden Überlegungen von S.Sargsyan lassen keinen Zweifel an der Frage über die wirklichen Täter des Verbrechens in Khojaly: "Vor Khojaly dachten die Aserbaidschaner, dass die Armenier ihre Hand nicht gegen die Zivilbevölkerung erheben können. Wir konnten dieses [Stereotyp] brechen."

In seinem Urteil vom 22. April 2010 betrachtet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Verhalten armenischer Streitkräfte in Khojaly als "Handlungen von besonderer Schwere, die als Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden können".

Armenien setzte während des Zweiten Karabach-Krieges im Herbst 2020 seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit gezielten Angriffen auf aserbaidschanische Zivilisten auf die Zivilbevölkerung und -infrastruktur bevölkerungsreicher aserbaidschanischer Städte wie Ganja, Barda und Tartar fort, die weit entfernt vom Schlachtfeld liegen. Diesmal wurden noch tödlichere Waffen eingesetzt, darunter Streubomben und Raketensysteme, um höhere Verluste bei der Zivilbevölkerung zu verursachen. Nach Angaben der aserbaidschanischen Generalstaatsanwaltschaft wurden bei Raketen- und schweren Artillerie-Angriffen mehr als 100 Zivilisten, darunter 12 Kinder und 27 Frauen, getötet und 423 Zivilisten verletzt. Sowohl der Völkermord in Khojaly im Jahr 1992 als auch die Bombardierung der friedlichen Bevölkerung im Jahr 2020 sind klare Beweise für die systematischen Gewaltakte Armeniens gegen die aserbaidschanische Zivilbevölkerung.

Der Völkermord in Khojaly und andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Armenien im Rahmen seiner militärischen Aggression gegen Aserbaidschan begangen hat, stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und Menschenrechte dar.

Die Verantwortungziehung der Täter des Völkermordes in Khojaly und anderer Verbrechen während des Konfliktes, Anerkennung und Verurteilung des Völkermords von Chodschali -Genozids durch Österreich und internationale Gemeinschaft könnten einen wesentlichen Beitrag zur wirklichen Annäherung und einem friedlichen Zusammenleben der aserbaidschanischen und armenischen Völker leisten. Österreich, welches massive Zerstörungen und Besatzung infolge des zweiten Weltkriegs erlitt, wird aufgerufen, durch seine Erfahrungen beim Wiederaufbau des Landes positive Botschaften an die ehemaligen Konfliktparteien für den Wiederaufbau der vom Konflikt betroffenen Gebiete zu senden und sich am Prozess zur Gewährleistung eines dauerhaften Friedens in der Region zu beteiligen."

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