Veranstaltung zum Gedenken an Opfer des Völkermords von Chodschali in Berlin
Berlin, 25. Februar, AZERTAC
In Berlin fand eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Völkermords von Chodschali statt.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der aserbaidschanischen Botschaft in Deutschland, dem Aserbaidschanischen Kulturzentrum und dem Aserbaidschanischen Kulturhaus „Khari Bulbul“ organisiert. Die Zeremonie begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Tragödie.
Anschließend wurde den Teilnehmern ein kurzer Film über der Chodschaliner Tragödie gezeigt, der von der Botschaft in deutscher Sprache produziert wurde.
In ihrer Ansprache betonte Sevda Badaliouri, Leiterin des Aserbaidschanischen Kulturhauses „Khari Bulbul“, dass der Völkermord von Chodschali eine der blutigsten Seiten in der Geschichte des aserbaidschanischen Volkes ist.
Der aserbaidschanische Botschafter in Deutschland, Nasimi Aghayev, wies in seiner Rede bei der Gedenkveranstaltung darauf hin, dass die Chodschaliner Tragödie der erste Genozid in Europa nach dem Ende des Kalten Krieges war. Er hob die Brutalität des Angriffs hervor, bei dem 613 Einwohner ums Leben kamen, darunter 63 Kinder und 106 Frauen. Zudem wurden 1.275 Personen gefangen genommen und gefoltert, während von 150 dieser Gefangenen bis heute jede Spur fehlt.
Er betonte zudem, dass die internationale Kampagne „Gerechtigkeit für Chodschali“, initiiert von Leyla Aliyeva, eine entscheidende Rolle dabei spielt, die Wahrheit über Chodschali an die Weltgemeinschaft zu vermitteln.
Elvin Mövsüm
AZERTAC-Sonderkorrespondent
Berlin