Präsident Ilham Aliyev trifft US-Delegation AKTUALISIERT VIDEO
Baku, 17. November, AZERTAC
Der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, hat sich am Sonntag, dem 17. November mit der US-Delegation um das Mitglied des US-Repräsentantenhauses, August Pfluger, getroffen.
Der Staatspräsident von Aserbaidschan betonte den erfolgreichen Verlauf der der Klimakonferenz COP29 in Baku und verwies darauf, dass trotz der Tatsache, dass bereits seit mehr als zehn Jahren über Artikel 6 des Pariser Abkommens verhandelt wird, bereits am ersten Tag der COP29 erhebliche Fortschritte dabei erzielt wurden. Präsident Ilham Aliyev wies darauf hin, dass es auf der COP29 um das Thema Klimafinanzierung geht und hier ein neues Klimafinanzierungsziel festgelegt werden soll. Auch die internationale Gemeinschaft wartet darauf. Der Präsident Aserbaidschans bezeichnete die Aussagen internationaler Finanz- und Bankenstrukturen auf der COP29 über die Klimafinanzierung als vielversprechenden Schritt in dieser Richtung.
Die US-Gäste gratulierten Aserbaidschan zur Ausrichtung der COP29.
Präsident Ilham Aliyev sprach im Laufe des Gesprächs den im Jahre 1994 unterzeichneten „Jahrhundertvertrag“ an und erinnerte an die Unterstützung der US-Regierung für dieses Projekt und betonte, dieser Vertrag habe zur Energiesicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten und zur Stärkung Zusammenarbeit im Energiesektor zur jener Zeit wesentlich beigetragen, fügte er hinzu .
Was Aserbaidschans Strategie für grüne Energie betrifft, sagte das Staatsoberhaupt, dass das Land gemeinsam mit internationalen Partnern das Produktionspotenzial erneuerbarer Energien erhöhe und bis 2027 etwa 30 Prozent der Energieproduktion in Aserbaidschan auf den aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom entfallen werde.
Präsident Ilham Aliyev sprach zugleich das Projekt für den Bau eines Stromkabels an, der im Rahmen der Möglichkeiten für erneuerbare Energien Aserbaidschans auf dem Grund des Schwarzen Meeres verlegt werden soll, und machte auf eine enge Zusammenarbeit Aserbaidschans mit den Ländern der Region – Georgien, Rumänien und Ungarn aufmerksam. Präsident Ilham Aliyev betonte zugleich die Zusammenarbeit des Landes im Bereich grüner Energie mit den Ländern Zentralasiens jenseits des Kaspischen Meeres und erinnerte daran, dass bei der Klimakonferenz COP29 in Baku ein Dokument über die Entwicklung und Übertragung grüner Energie zwischen Aserbaidschan, Usbekistan und Kasachstan unterzeichnet wurde. Aserbaidschan schafft einen grünen Energie-Korridor zusammen mit den Ländern der Region, der das Kaspische Becken und das Schwarzmeerbecken verbindet.
Präsident Ilham Aliyev hob hervor, dass Aserbaidschan über ein großes Potenzial für erneuerbare Windenergie im Kaspischen Meer verfügt, und wies darauf hin, dass auch Wasserkraftressourcen entwickelt werden. Das Staatsoberhaupt sagte, dass Aserbaidschan in naher Zukunft in der Lage sein werde, 4 GW erneuerbare Energien auf den Markt der Europäischen Union zu exportieren. Er stellte fest, dass die Energienachfrage auf dem EU-Markt wächst.
Im Laufe des Gesprächs wurde festgestellt, dass es große Aussichten für eine Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und den Vereinigten Staaten im Bereich der erneuerbaren Energien gibt.
Präsident Ilham Aliyev betonte, dass Aserbaidschan der regionalen Friedensagenda verpflichtet sei und diese unterstütze. Er erinnerte daran, dass Aserbaidschan Initiator des Friedensvertrages sei.
Das Staatsoberhaupt erklärte, dass Aserbaidschan seit dreißig Jahren einer Besatzung und militärischen Aggression durch Armenien ausgesetzt worden ist, und sagte, dass Aserbaidschan nun seine territoriale Integrität und Souveränität wiederhergestellt hat und dieser Konflikt für Aserbaidschan bereits der Vergangenheit angehört.
Der Präsident Aserbaidschans betonte, dass die von Armenien verfolgte Rüstungspolitik eine Bedrohung für den regionalen Frieden und die Sicherheit darstellt, und wies darauf hin, dass es für die Unterzeichnung eines Friedensvertrages wichtig sei, die anhaltenden Gebietsansprüche gegen Aserbaidschan, die in der Verfassung Armeniens verankert sind, abzuschaffen. Er erklärte, dass Armenien auf verfassungsrechtlicher Grundlage keine Gebietsansprüche gegen Aserbaidschan haben darf.
Im Laufe des Gesprächs fand ein Meinungsaustausch zu regionalen und internationalen Themen statt.
Bei dem Treffen wurden Fragen der Stärkung des Dialogs zwischen dem US-Kongress und Aserbaidschan, der Intensivierung gegenseitiger Besuche erörtert und die Aussichten für die Entwicklung der Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Aserbaidschan und den USA in verschiedenen Bereichen angesprochen.