Khinalig: Das höchstgelegene und abgelegenste Dorf in den Bergen Kaukasus
Baku, 5. September, AZERTAC
Der Kaukasus ist Heimat mehr als 50 ethnischer Gruppen und etlicher Glaubensgemeinschaften. Auch Christen, Muslime und Juden leben hier Seite an Seite.
Das friedliche Miteinander ist gerade in Aserbaidschan ein wichtiges Thema, mit dem sich auch das Weltforum für Interkulturellen Dialog in der Hauptstadt Baku beschäftigt - eine Veranstaltung, die die Unterstützung der UNESCO und der Vereinten Nationen genießt.
Im Dorf Khinalig, das in der Nordregion Aserbaidschans um die Stadt Guba liegt, leben Angehörige der Kettidt, einer ethnischen Minderheit im Land. Die Dorfbewohner sprechen ihre eigene Sprache - und auch einige Worte Aserbaidschanisch. Übrigens ist dieses Dorf die älteste menschliche Höhensiedlung in Europa. Die Bewohner wollen ihre Besonderheiten um jeden Preis bewahren. Ihre Vorfahren lebten hier schon vor 6000 Jahren und für sie ist es eine Pflicht, ihr Erbe am Leben zu erhalten. Das ist auch wichtig für das Land, weil es auch dessen Kultur bereichert. Sie wollen der ganzen Welt zu zeigen, dass hier noch immer so kleine ethnische Minderheiten existieren können.
Khinalig ist das höchstgelegene und abgelegenste Dorf Aserbaidschans und unter den höchstgelegenen Dörfern des gesamten Kaukasus und liegt auf einer Höhe von mehr als 2.300 Metern über dem Meeresspiegel. Khinalig ist ein bisher fast unberührtes Paradies für Bergsteiger aus aller Welt.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev am Montag einen Erlass über die Errichtung des staatlichen historischen, kulturellen und ethnografischen Reservats „Khinalig und Koch yolu“ unterzeichnete.
Nach dem Erlass werden die für die Aktivitäten des Reservats erforderlichen Ausgaben aus Mitteln finanziert, die im Staatshaushalt der Republik Aserbaidschan für die staatliche Tourismusagentur der Republik Aserbaidschan vorgesehen sind.