Reise in die Hauptstadt des Kaukasischen Albaniens VIDEO
Gabala, 7. Mai, AZERTAC
Das Staatliche historisch-künstlerische Schutzgebiet Gabala, das dem Staatlichen Dienst für den Schutz, die Entwicklung und die Restaurierung des Kulturerbes beim Kulturministerium untersteht, wurde 1978 gegründet. Dieses Schutzgebiet ist nicht nur ein historisches Areal, sondern ein großes Freilichtmuseum, in dem die Geheimnisse einer alten Stadt, archäologische Funde und ein über Jahrtausende überliefertes kulturelles Erbe bewahrt werden.
Die Überreste der antiken Stadt Gabala befinden sich etwa 18 Kilometer südwestlich des Bezirkszentrums auf dem Gebiet der Dörfer Tschukhur Gabala und Tövlä. Historischen Quellen zufolge entstand Gabala im 4.–3. Jahrhundert v. Chr. und war die Hauptstadt des Kaukasischen Albaniens. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere bezeichnete die Stadt als „Kabalaka“, während der griechische Gelehrte Claudius Ptolemäus sie als „Xabala“/Chabala erwähnte. Diese Angaben belegen die große historische Bedeutung und das hohe Alter der Stadt.
Das Schutzgebiet erstreckt sich über eine Fläche von nahezu 420 Hektar. Auf seinem Territorium befinden sich drei bedeutende historisch-archäologische Zonen: die antike Siedlung, Selbir und Gala. Forschungen zeigen, dass die antike Stadt auf einer Siedlung aus der frühen Eisenzeit errichtet wurde.
Das Gebiet Selbir umfasst den Zeitraum vom 1. bis zum 12. Jahrhundert n. Chr., während das Gebiet Gala vom 1. bis zum 18. Jahrhundert n. Chr. datiert.
Bei archäologischen Ausgrabungen wurden zahlreiche materielle Kulturdenkmäler entdeckt, die das Leben der alten Stadt widerspiegeln. Dabei wurden Verteidigungsmauern, Wohngebäude, Produktionsstätten und weitere bedeutende Baustrukturen freigelegt.
Im Schutzgebiet wurden die notwendigen Bedingungen für Touristen geschaffen. Besuchern werden Führungen in aserbaidschanischer, russischer und englischer Sprache angeboten, zudem stehen Informationsbroschüren zur Verfügung. Entlang des Geländes installierte Wegweiser und Informationstafeln ermöglichen es, die Geschichte näher kennenzulernen.